Die EUDR (EU Deforestation Regulation) stellt sicher, dass Holz für Möbel in Europa künftig nachweislich entwaldungsfrei und legal ist – und genau hier beginnt die Verantwortung eines Einrichters gegenüber Umwelt und Kunden. Für Endkundinnen und Endkunden bedeutet das: Nachhaltiges Design wird messbar, nicht nur fühlbar.
Was hinter der EUDR steckt
Die EU‑Entwaldungsverordnung (EUDR) verpflichtet Unternehmen, nur Holz und Holzprodukte zu nutzen, die nicht von Flächen stammen, auf denen nach dem 31. Dezember 2020 Entwaldung oder Waldschädigung stattgefunden hat. Gleichzeitig muss das Holz im Einklang mit den Gesetzen des Herkunftslandes geerntet worden sein – etwa in Bezug auf Nutzungsrechte, Arbeitsrecht und Umweltschutz.
Für die Holz‑ und Möbelbranche ist die Regelung besonders einschneidend, weil nahezu die gesamte Holz‑Wertschöpfungskette erfasst ist – von Rundholz über Plattenwerkstoffe bis hin zu fertigen Möbeln. Ziel ist es, den Beitrag der EU zur globalen Entwaldung deutlich zu senken und damit Klima und Biodiversität langfristig zu schützen.
Was das für Möbel aus Holz bedeutet
Holzprodukte wie Massivholzmöbel, Furnieroberflächen, Spanplatten oder MDF‑Korpusse fallen direkt in den Geltungsbereich der EUDR. Für jeden dieser Werkstoffe muss nachvollziehbar sein, woher das Holz stammt und dass für dessen Gewinnung kein natürlicher Wald gerodet oder geschädigt wurde.
Damit ändert sich, wie Möbel entstehen: Ein europäischer Möbelhersteller darf Holz künftig nur verarbeiten, wenn sich die Herkunft über genaue Angaben – bis hin zu Flächenangaben wie GPS‑Koordinaten – rückverfolgen lässt. Ohne diesen Nachweis drohen Import‑ oder Vertriebsstopps entlang der gesamten Lieferkette – im Extremfall bis hin zum fertigen Möbelstück beim Endkunden.
Unsere Verantwortung als Einrichter
Für einen Einrichter bedeutet die EUDR mehr als nur ein rechtliches Regelwerk: Sie ist ein Versprechen an Kundinnen und Kunden, dass Ästhetik und Ethik zusammengehören. Wer heute ein Zuhause gestaltet, gestaltet gleichzeitig eine Haltung – gegenüber Wäldern, Artenvielfalt und den Menschen, die in den Holzregionen leben. Deshalb werden Lieferanten bewusst ausgewählt, die ihre Holzprodukte transparent dokumentieren und EUDR‑konforme Nachweise liefern können. Statt kurzfristiger Schnäppchen stehen langlebige, reparierbare Möbel im Mittelpunkt, die über viele Jahre genutzt werden können und so den Bedarf an neuem Holz reduzieren.
Was Endkundinnen und Endkunden konkret davon haben
Für Endkundinnen und Endkunden bringt EUDR‑konformes Holz vor allem Sicherheit: Wer in ein Möbelstück investiert, unterstützt keine Entwaldung und keinen illegalen Holzeinschlag – ein Punkt, der vielen Menschen bei größeren Anschaffungen immer wichtiger wird. Gleichzeitig stärkt die Verordnung faire Wettbewerbsbedingungen, weil seriöse Anbieter, die seit Jahren auf verantwortungsvolle Beschaffung setzen, nicht länger von Billigimporten aus zweifelhaften Quellen unterboten werden.
In der Zusammenarbeit mit einem verantwortungsvollen Einrichter wie Homestories wird Nachhaltigkeit damit greifbar: Materialien und Hersteller werden transparent erklärt, Herkunft und Zertifikate offengelegt und gemeinsam Lösungen gefunden, die zum eigenen Stil und zu den eigenen Werten passen. So entsteht Einrichtung, die sich nicht nur gut anfühlt, sondern auch mit gutem Gewissen bewohnt werden kann.
Das EUDR wurde bereits am 29. Juni 2023 beschlossen. Die Umsetzung wurde jedoch mehrfach verschoben, sodass sie nun erst am 30. Dezember 2026 erfolgt. Als eine weitere Folge – neben den oben genannten Punkten zum Klima- und Umweltschutz – wird eine Preissteigerung von etwa 5 bis 15 % bei holzintensiven Artikeln wie Küchen und Massivholzmöbeln erwartet.
Bild KI-generiert

